Vielleicht habt ihr schon einmal erlebt, dass jemand beim Sprechen nicht ganz flüssig sprecht oder Wörter wiederholt. Manche Menschen stottern – und das kommt viel häufiger vor, als viele denken. Vielleicht habt ihr das selbst schon gehört, in der Schule, im Fernsehen oder im Alltag. Oft wissen wir aber gar nicht genau, was Stottern eigentlich ist und warum es passiert. Habt ihr schon einmal jemanden getroffen, der stottert?
A – Sprechen
Woran denkt ihr, wenn ihr den Begriff Stottern hört? Notiert erst minimal 5 Stichworte auf Deutsch. Führt dann zu zweit ein kurzes Gespräch.
Sprachhilfe:
Ich denke an … .
Mir fällt hierbei … ein.
Wenn ich den Begriff höre, …
B – Lesen
Lest den Text und beantwortet die Fragen.
| Stottern kann im Alltag eine große Herausforderung* sein. Gerade in der Jugend verändert sich vieles: Du kommst auf eine weiterführende Schule, übernimmst vielleicht deinen ersten Nebenjob und beginnst darüber nachzudenken, was du später studieren oder beruflich machen möchtest. Du lernst neue Menschen kennen, findest heraus, wer du bist, und verliebst dich vielleicht zum ersten Mal. In dieser Zeit passiert unglaublich viel – und das kann ganz schön verunsichern. Wenn man dann zusätzlich noch stottert, fühlt sich vieles manchmal doppelt schwierig an. Weltweit stottern etwa 1 % der Bevölkerung – das sind rund 60 Millionen Menschen. Stottern kommt in allen Ländern vor, bei Kindern und Erwachsenen, bei Jungen und Mädchen. Mit Intelligenz hat es nichts zu tun. Viele Menschen glauben, dass Stottern mit Nervosität oder Unsicherheit zusammenhängt. Das ist jedoch ein Mythos. Stottern ist eine Sprechstörung, bei der das Zusammenspiel von Atmung, Gedanken und mehr als 100 Muskeln nicht ganz synchron funktioniert. Wenn diese Prozesse nicht genau aufeinander abgestimmt sind, kann das Sprechen ins Stocken geraten. Außerdem spielt die Veranlagung* eine Rolle. Stottern kann vererbt werden – oft gibt es noch andere Personen in der Familie, die stottern oder gestottert haben. Bei kleinen Kindern verschwindet* das Stottern manchmal wieder, aber nicht immer. Eine Therapie kann helfen, besser mit dem Stottern umzugehen. Interessant ist auch die Sprache selbst: In vielen Sprachen klingen die Wörter für „Stottern“ fast so, als würden sie selbst stottern. Im Türkischen heißt es zum Beispiel kekemelik. |
Worthilfe
Herausforderung = uitdaging
die Veranlagung = de aanleg
verschwinden = verdwijnen
1. Richtig oder falsch? Begründe mit einem Satz aus dem Text.
a) Stottern hat mit geringer Intelligenz zu tun.
b) Nur nervöse Menschen stottern.
c) Stottern kann genetische Ursachen haben.
d) Stottern kommt nur in Europa vor.
2. Findet Textstellen.
Sucht im Text eine passende Stelle zu diesen Aussagen und schreibt sie auf:
a) Stottern hat nichts mit Dummheit zu tun.
b) Stottern ist kein Zeichen von Unsicherheit.
c) Stottern kann biologische Ursachen haben.
3. Sprachvergleich (Zusatzaufgabe)
Sucht das Wort „Stottern“ in drei anderen Sprachen und schreibt sie auf. Welche Ähnlichkeiten oder Unterschiede fallen euch auf?
C – Hören und sehen
Warum stottern Menschen? | logo! einfach erklärt
https://www.youtube.com/watch?v=fkqgZecM_qo
1. Perspektivwechsel. Beantworte die Fragen auf Niederländisch.
1. Stell dir vor, du müsstest ein Referat halten und könntest nicht flüssig sprechen.
Wie würdest du dich fühlen? Warum?
2. Warum ist es wichtig, über Stottern zu sprechen und Vorurteile abzubauen? Nenne mindestens zwei argumente.
2. Welche Informationen aus dem Text kommen auch im Video vor? Beantworte diese
Frage auf Niederländisch.
3. Handeln im Alltag
Was ist die beste Reaktion, wenn jemand stottert? Begründet eure Antwort.
A) Das Wort beenden helfen
B) Geduldig zuhören
C) Wegschauen
D) Lachen
Van de makers van Na klar! en Taalblokken Duits
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